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Humanitäre Hilfe für die Ukraine: Öffentliche Fördermittel für die Fördermittelakquise für Ihre Nothilfe-Projekte in der Ukraine

Fördermittelakquise für die Ukraine: Humanitäre Hilfe des Auswärtigen Amtes und Soforthilfeprogramm des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Dramatische Humanitäre Lage in der Ukraine: Wie Sie mit Fördermittelgewinnung wirkungsvoll helfen können: Die humanitäre Hilfe des Auswärtigen Amtes

Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine hat zu einer dramatischen Situation für Millionen Menschen geführt. Die humanitäre Lage in der Ukraine ist katastrophal. Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen rechnet mit rund 4 Millionen Geflüchteten und mit bis zu 8 Millionen weiteren Menschen, die wegen des Krieges im Landesinneren flüchten mussten und als Binnenflüchtlinge in der Ukraine auf Nothilfe angewiesen sind.

 

Auch für die Bundesregierung ist die humanitäre Hilfe für die zivilen Opfer in der Ukraine eine Priorität. Deutschland leistet humanitäre Hilfe und hilft so den Menschen in der Ukraine mit medizinischen Gütern, Lebensmitteln und Unterkünften.

 

Um die Menschen vor Ort schnell mit medizinischen Gütern, Lebensmitteln, Geldleistungen, psychosozialer Betreuung und sicheren Unterkünften zu versorgen, hat die Bundesregierung seit Kriegsbeginn die humanitäre Hilfe für die Ukraine um mehr als 40 Millionen Euro aufgestockt. Die Gelder werden internationalen Organisationen, wie dem Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP), zur Verfügung gestellt. Auch das Rote Kreuz und viele Nichtregierungsorganisationen profitieren von dieser finanziellen Hilfe der Bundesregierung.

 

Geflüchtete unterstützt die Bundesregierung durch den Aufbau von Aufnahmezentren und Notunterkünften in Nachbarländern, durch Bereitstellung von psychosozialer und medizinischer Betreuung und Versorgung und durch die Verteilung von lebenswichtigen Hilfsgütern.

 

Grundlage der humanitären Hilfe der Bundesregierung sind die humanitären Prinzipien Menschlichkeit, Neutralität, Unparteilichkeit und Unabhängigkeit. Die Hilfe kommt allen Menschen zugute, die in humanitärer Not sind. Ihr Ziel ist es, Leben zu retten und Leid zu mildern.

 

Ein erstes Hilfspaket in Höhe von 4,5 Millionen Euro unterstützte den Katastrophenschutz, insbesondere Ausrüstung, wie Schutzkleidung und Atemschutzgeräte für Feuerwehren.

 

Das Technische Hilfswerk (THW) ist im Auftrag der Bundesregierung im Einsatz und liefert beispielsweise Erste-Hilfe-Kits und Generatoren.

Das Soforthilfeprogramm des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hatte bereits am 07. März 2022 ein Soforthilfeprogramm in Höhe von 38,5 Millionen Euro angekündigt.

 

Das Sofortprogramm für die Ukraine wurde zwischenzeitlich von 122 Millionen Euro auf ein Gesamtvolumen von rund 185 Millionen Euro aufgestockt. In enger Abstimmung mit der ukrainischen Regierung liegt der Fokus des ent­wicklungspolitischen Sofortprogramms auf der kommunalen Versorgung und Unterbringung von Binnenvertriebenen und aufnehmenden Gemeinden.

 

Nähere Informationen zum Soforthilfeprogramm des BMZ finden Sie hier.

Zusammenarbeit des Auswärtigen Amtes im Rahmen der humanitären Hilfe mit den verschiedenen Organisationen

Für die Umsetzung der humanitären Hilfe der Bundesregierung arbeitet das Auswärtige Amt eng mit den humanitären Organisationen der Vereinten Nationen, der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung sowie mit entsprechend spezialisierten Nichtregierungsorganisationen zusammen.

 

Die Auswahl der unterstützten Projekte erfolgt auf Grundlage des „Förderkonzepts zu Vorhaben der humanitären Hilfe der Bundesregierung im Ausland“.

 

Maßnahmen der humanitären Hilfe, wie etwa der Bau von Notunterkünften oder medizinische Versorgung, erfordern spezielle Fähigkeiten und eine schnelle Reaktion. Das Auswärtige Amt arbeitet daher mit entsprechend qualifizierten Organisationen zusammen. Dazu gehören humanitäre VN-Organisationen (wie UNHCR, WFP, OCHA), die Internationale Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung (IKRK, IRFK, DRK und andere nationale Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften) sowie deutsche und internationale humanitäre Nichtregierungsorganisationen.

 

Grundlage für die Zusammenarbeit mit Zuwendungsempfängern in der internationalen humanitären Hilfe sind die Ziele und Grundsätze der „Strategie des Auswärtigen Amts zur humanitären Hilfe im Ausland“.

Humanitäre Hilfe im Rahmen der Vereinten Nationen

Deutschland zählte mit rund 175 Millionen Euro seit 2014 zu den größten humanitären Gebern der Ukraine. Deutschland ist damit der größte Einzahler in den „Ukraine Humanitarian Fund“ der Vereinten Nationen.

 

Den Vereinten Nationen steht bei der humanitären Hilfe ihr etabliertes Logistiksystem zur Verfügung. So versorgt das WFP Menschen in ukrainischen Städten und in den Nachbarstaaten mit Lebensmitteln.

 

Die Vereinten Nationen unterstützen Geflüchtete und helfen Menschen dabei, das Verlassen umkämpfter Gebiete zu ermöglichen.

 

Die Vereinten Nationen haben für die humanitäre Hilfe und zum Schutz der Zivilbevölkerung weitere 20 Millionen Euro aus dem Zentralen Nothilfefonds CERF zur Verfügung gestellt, der weltweit eingesetzt werden kann. Deutschland war im vergangenen Jahr mit 130 Millionen Euro größter Geber dieses Fonds.

Abstimmung der humanitären Hilfe mit der EU

Auch im Rahmen der Europäischen Union ist Deutschland aktiv. Die EU-Kommission koordiniert den Katastrophenschutz-Mechanismus der EU (CPM).

 

Der CPM unterstützt die Mitgliedstaaten dabei, bei Katastrophen, wie Erdbeben, Hurrikans und Flutkatastrophen, Leben zu retten und Zivilisten im Krisenfall zu evakuieren.

 

Dieses Instrument dient der gegenseitigen Unterstützung zwischen EU-Mitgliedsstaaten und gegenüber Drittstaaten im Krisenfall. Über den Mechanismus können Bedarfe in der Katastrophe und Nothilfe bei den Zivil- und Katastrophenschutzbehörden der EU-Mitgliedsstaaten gemeldet werden.

 

Die Hilfslieferungen gehen sowohl an Menschen in der Ukraine als auch an Menschen auf der Flucht.

 

Im Rahmen der EU-Förderperiode 2021-2027 sind mindestens 1,4 Mrd. Euro für den Katastrophenschutz-Mechanismus erforderlich.

 

In Deutschland haben neben dem Auswärtigen Amt mehrere Bundesministerien, die Bundespolizei und verschiedene Bundesländer Medizinprodukte, Erste-Hilfe-Kits, Generatoren, Zelte, Feldbetten und sonstige Schutzgegenstände über den Mechanismus zur Verfügung gestellt.

Fazit: Die richtige Fördermittelgewinnung im Katastrophenfall

Für die Soforthilfe ist innerhalb der Bundesregierung das Auswärtige Amt verantwortlich. Für die Soforthilfe in der Ukraine ist somit das Auswärtige Amt der richtige Ansprechpartner.

 

Alle Informationen zu der Förderung des Auswärtigen Amtes finden Sie hier.

 

Aber auch das BMZ leistet im Rahmen des Soforthilfeprogramms der Ukraine Unterstützung, dabei vor allem für den Wiederaufbau.

 

Es gibt natürlich über die öffentlichen Fördermittel hinaus zahlreiche Stiftungen, die speziell Katastrophenhilfe unterstützen. Auch zahlreiche Hilfsfonds und Förderfonds kommen für die humanitäre Hilfe in Frage.

 

Die Stiftung RTL - Wir helfen Kindern e.V. beispielsweise sammelt seit Beginn des Ukraine-Krieges intensiv Spenden und vergibt diese als Fördermittel für die Hilfe für Kinder im Rahmen der Ukraine-Krise.

 

Sie möchten humanitäre Projekte oder auch längerfristig angelegte Projekte im Rahmen der Ukraine-Hilfe auf den Weg bringen? Sprechen Sie mich gerne an, ich unterstütze Sie gerne bei der Antragstellung. Ich führe auch gerne eine Fördermittelrecherche für Sie durch: 02232 / 92 85 44-1, info@buschconsult.org.

 

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Ira Busch / BuschConsult: Expertin für Fundraisingberatung, Fördermittelakquise, Projektmanagement und Prüfung von Förderanträgen.

 

10.08.2022

 

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